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Das Musical "Starlight Express"

Das rasanteste Musical der Welt


12 Millionen Besucher, drei Einträge ins Guinnes-Buch der Rekorde, eine atemberaubende Show, das erfolgreichste Musical der Welt.

Bei diesen Atributen denkt man an Produktionen am New Yorker Broadway

oder am Londoner Westend. Doch das Musical auf das alle oben genannten Eigenschaften zutreffen hat seinen Standort in Deutschland. Genauer gesagt in Bochum.

STARLIGHT EXPRESS - Das Phänomen.

 

Bereits seit über 15 Jahren rollt er durch die eigens gebaute Starlight-Halle und erobert die Herzen zahlreicher Fans. Dabei sah es erst garnicht gut aus für das Musical. Zwei, höchstens fünf Jahre gaben Skeptiker dem Rollschuh-Spektakel. Trotz aller Skepsis wurde das Mammut-Projekt Starlight Express im Herzen des Ruhrgebiets verwirklicht. Das erste Musical für das eigens eine Halle gebaut wurde und das auch noch in einer Rekordzeit von nur knapp einem Jahr. Bereits vor der Premiere gab es deswegen zwei Einträge ins Guinnes-Buch der Rekorde. Den dritten Rekord stellte das Musical im Jahre 2001 auf: Nach mehr als 13 Jahren Spielzeit schaffte es die Temporeiche Show die großen New Yorker Broadway-Produktionen Cats und Das Phantom der Oper abzuhängen und wurde so zur erfolgreichsten Musical-Produktion der Welt an einem Spielort.


Dabei begann die Geschichte des Starlight Express eigentlich mit einer Zeichentrickserie im Jahre 1973. Zu dieser Zeit wurde der englische Komponist Andrew Lloyd Webber, der auch zahlreiche andere Musical wie etwa Cats oder Jesus Christ Superstar komponiert hat, gebeten, die Musik für die Verfilmung eines damals in England sehr beliebten Comics zu schreiben. In diesem Comic geht es (O Wunder=) ) um einen kleinen Jungen, der in seinen Träumen mit der Eisenbahn spielt. Leider konnte Webber diese Arbeit nicht vollenden. Im Jahre 1975 bekam er dann einen ähnlichen Auftrag. Diesmal ging es um die Zeichentrickverfilmung des Märchens Cinderella. In dieser Version war Cinderella eine kleine Dampflok und ihre bösen Stiefschwestern wurden von einer Diesel- und einer E-Lok verkörpert. Laut Märchen hat die kleine Dampflok am Ende das Rennen um den königlichen Zug gewonnen, allerdings nur, weil eine geheimnisvolle Fee ein bisschen nachgeholfen hat... Leider blieb auch diese Arbeit unvollendet.

Der eigentliche Stein des Anstoßes für Webber kam allerdings im Sommer des Jahres 1982. Damals fuhren er und sein Sohn Nicolas mit der Valley-Railroad Eisenbahn nach Conneticut. Der Junge war überwältigt und fasziniert von der großen amerikanischen Dampflokomotive. Das Bild des staunenden Jungen vor Augen komponierte Webber noch im selben Jahr eine konzertante Fassung des Starlight Express. Diese war ursprünglich vor allem für Schulkonzerte gedacht. Auf dem Sydmonton Festival hörte schließlich Trevor Nunn, der Regisseur von Cats, die Starlight- Musik. Er hielt es für zu schade, wenn man die ursprüngliche Grundidee des Starlight Express, das Eisenbahnwettrennen, ganz aufgeben würde. Er kam auf die außergewöhnliche Idee, ein Musiktheaterstück zu schreiben und die Darsteller der Züge und Wagons dafür auf Rollschuhe zu stellen. Dies sollte vor allem das junge Publikum ansprechen.

Aber wie bei den meisten unglaublich guten Ideen bestanden auch bei diesem Projekt eine ganze Menge Bedenken. Kaum einer glaubte, dass sich Mr. Nunns Einfall ausführen lasse. Dennoch wurde ein weiteres Jahr später (1983) die Idee in einer sogenannten Workshop-Aufführung ausprobiert. Ein weiteres Jahr später, am 27. März 1984 war das Musical fertig und feierte im Londoner Apollo-Victoria-Theatre umjubelte Premiere.

In London lief das Stück unglaubliche 17 Jahre bis es am 12. Januar 2002 seine 7406. und letzte Vorstellung hatte. In dieser Zeit hat es oft Veränderungen innerhalb des Stückes gegeben. So wurden die Kostüme fast jährlich etwas verändert (in Deutschland nicht anders), einige Songs wurden gestrichen oder neu hinzugefügt oder gar ganze Rollen wie etwa Schlafwagen Belle oder auch eine der wichtigsten Rollen, Bremswagen Red Caboose aus dem Stück genommen. Dadurch wurde leider die Handlung etwas unlogisch, da nun ein Bösewicht fehlte...
Auch in Deutschland sollte Caboose einst wegrationalisiert werden. Als das allerdings an die Öffentlichkeit kam, gab es heftige Fan-Proteste und der Bremswagen durfte weiterhin die Züge entgleisen lassen.

Außer in Deutschland und England machte der Starlight Express auch noch in Japan, Australien, Mexiko und Amerika Station. Jeweils in einer etwas unterschiedlichen Show (im Las Vegas Hilton-Hotel dauerte sie beispielsweise nur 90 Minuten) und unter völlig verschiedenen Umständen. Sogar "On Ice" gab es Starlight Express schon. Hierbei unterschieden sich vor allem die Kostüme von den anderen Produktionen. Electra beispielsweise war schwarz-gelb und Greaseball blau-rot. Normalerweise ist es umgekehrt. Für die Mexikotour wurde die wahrscheinlich größte Veränderung vorgenommen indem die Show auf Spanisch als "Expreso Astral" lief. Die Übersetzungen waren ein wenig holprig, so wird etwa aus AC/DC Macho/Hembra was sich ungefähr mit männlich /weiblich übersetzen lässt.

So reiste Starlight Express um die Welt und eroberte die Herzen vieler Menschen. Ob auf deutsch, englisch oder spanisch, Starlight Express ist ein Phänomen, ein weltweit einzigartiges Stück, das vor allem in Deutschland zahlreiche Fans hat. Und diese unterstützen "ihr" Musical wo sie nur können. Das zeigt sich besonders gut beim Tag der offenen Tür, den das Bochumer Musical jedes Jahr veranstaltet. Ein Highlight ist immer der Fan-Wettbewerb, in dem große und kleine Starlight-Anhänger ihr Können unter Beweis stellen können. Und das ist immer einen Besuch wert...


Text: Ariane Jessen

  
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